Pressekonferenz "175 Jahre Fotografie" 

Die Zukunft der Berufsfotografie und Aufklärungs-Kampagne Urheberrecht

Durch den freien Zugang zum Gewerbe der Berufsfotografen kam es zu einem enormen Anstieg der Mitgliederzahlen.

  • 2010 rund 800 Berufsfotografen in Wien
  • 2012 rund 1200 in Wien
  • 2014 rund 1800 in Wien und rund 6000 Fotografen österreichweit

Auf der anderen Seite wurde noch nie so viel fotografiert wie in der jetzigen Zeit. Natürlich sind nicht alle gemachten Aufnahmen von guter Qualität, viele erfüllen nur ihren Zweck, vor allem wenn es um Bilder für Social Media geht. 

Von dieser „Bilderflut“ profitieren aber auch die Berufsfotografen. Nur wenige Bilder haben einen längeren Lebenszyklus. Kaum ein Text in Zeitungen, der nicht ein gutes Foto zur Unterstützung braucht, kaum eine Webseite, die ohne tolle Bilder auskommt. Pressebilder sind am nächsten Tag vielfach schon wieder vergessen, die Produktzyklen werden immer kürzer, somit werden neue Fotos benötigt und Porträts werden zumindest alle 3 Jahre neu fotografiert. Die Mode ändert sich rasch, auch der Geschmack.

Das bringt aber auch Herausforderungen.

  • Die Qualität der Bilder muss extrem hoch sein
  • Die Aussage muss sitzen
  • Die Produktions- und Lieferzeiten werden immer kürzer
  • Die Preise sinken stetig - leider

Für uns Fotografen bedeutet das:

  • stets am neuesten elektronischem Stand zu sein
  • laufend Softwareupdates
  • viel Investition in die Ausrüstung
  • ständig mit der Mode zu gehen und am Ball zu sein

Der Qualified Austrian Photographer (QAP) ist ein wesentlicher Bestandteil in der Ausbildung.

Der für mich wesentlichere Schwerpunkt ist aber die Weiterbildung:

Das betrifft die Technik, die Software, die Trends, das Finden des eigenen Stiles, genauso wie die Kostenrechnung, die Kalkulation und die ständige Analyse des Geschäftsmodelles. Wir als Innung können unsere Mitglieder dabei unterstützen. Wir organisieren Infoabende, Workshops und betriebliche Seminare.

http://www.aap.photo

 

Zeichen nach Außen

Als starkes Zeichen der letzten Veränderungen nach Außen haben wir eine neue Wort-Bild-Marke in Auftrag gegeben. Die Blende ist eines der Werkzeuge, an dem man einen Berufsfotografen erkennt. Die Stellung „P“ für Programm oder „A“ für Automatik liefert zwar in den überwiegenden Fällen brauchbare Ergebnisse. Die wahre Bildaussage wird durch die Wahl der richtigen Blendenöffnung und der daraus resultierenden Tiefenschärfe, erst richtig prägnant.

Was lag daher näher als dieses Symbol als zukünftiger Werbeträger zu nutzen.

Durch die unterschiedlichen Blendenöffnungen wird auch noch das Einsatzgebiet symbolisiert.

Hier ein paar Anwendungsbeispiele.

 

Schwerpunkt Urheberrecht

Der enorme Wandel der letzten Jahre ist eine große Herausforderung. Das Internet, die Social Media Dienste und viele andere Neuerungen auf den Gebieten der Information und des Gedanken­austausches eröffnen neue Nutzungsmöglichkeiten. Urheberrechte zu wahren, oder zu verteidigen ist heute schwieriger denn je. Der Ausgleich zwischen den Interessen eines breiten und internationalen Publikums und den berechtigten Interessen der Urheber wird uns weiter fordern. Die Berufsfotografen haben einen eigenen Rechtschutzverband, der sich fast ausschließlich mit dem Thema beschäftigt. Es ist nicht immer leicht, bestehendes Recht umzusetzen. Bei vielen ist es keine Absicht, aber zum Beispiel die Urheberrechtsnennung ist ein Stiefkind, bei einigen Verlagen und Zeitungen ist es besonders „schlimm“.

Deswegen hat die Landesinnung Wien der Berufsfotografen die neu überarbeitete Infobroschüre

Basis Info Urheberrecht

Diese wird in den nächsten Wochen Zeitungen, Verlagen und Agenturen zugehen. Mit einfachen Worten und klar erklärt werden Begriffe wie Werknutzungsrecht, Urheberrecht sowie Persönlichkeitsrechte und Herstellerbezeichnung.

Ein wichtiges Kapitel ist auch das Erkennen des Urhebers, vor allem bei den digitalen Daten, und die Anbringung des Urheberrechtsvermerkes.

„Wir versuchen ein wenig Licht in die Thematik Urheberrecht zu bringen. Es sind viele Gerüchte und Irrtümer im Umlauf, die mit der Rechtslage nichts zu tun haben. Unser Anliegen ist es im Vorfeld aufzuklären, bevor es zu Rechtsstreitigkeiten kommt. Denn Urheberrechtsverletzungen sind keine Kavaliersdelikte und werden auch strafrechtlich verfolgt.“ 

Wir die Landesinnung Wien möchten mit unseren Mitgliedern aktiv die Zukunft gestalten und wünschen uns, dass sich die Berufsfotografen mit Qualität am Markt behaupten.

Michael Weinwurm

Landesinnungsmeister der Berufsfotografen Wien

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